Trauer & Liebe
Trauer steht auch für die Fähigkeit zu lieben und die Sehnsucht nach Verbundenheit.
„Grief is an emotion that was never meant to be healed alone."
– Irina Panovich
Trauer ist eines der tiefsten Gefühle – und setzt nach Joanna Macy die Fähigkeit zu lieben voraus. Francis Weller beschreibt vier Tore der Trauer: die Trauer um konkrete Verluste und Scheitern, um die verletzten Anteile in uns selbst, um die Wunden der Welt – und die oft unbewusste Trauer um eine fehlende Kultur von Nähe, Schutz und Zugehörigkeit.
Trauer ist nie nur privat. Sie braucht Zeug:innenschaft, Gemeinschaft und Formen. Was unausgesprochen bleibt, wird zur Last; was geteilt und bezeugt wird, kann sich bewegen. Gerade für politisch Aktive ist das wichtig: Erschöpfung, Verbitterung oder Empfindungslosigkeit sind keine persönliche Schwäche, sondern Antworten auf reale Verluste.
José Esteban Muñoz beschreibt das Betrauern dessen, was nicht sein durfte, zugleich als Forderung nach einer Welt, in der es möglich gewesen wäre und noch möglich sein wird.
Die konkrete Gestaltung wird an Thema, Gruppe und Anlass angepasst.
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