Re_Connection

Unsere Intention

Unsere Intention

In vielen sozialen, ökologischen und kulturellen Kontexten begegnen Menschen Erschöpfung, Anspannung und einem Gefühl der Überforderung. Fragen nach Engagement, Zugehörigkeit und Fokussierung berühren dabei das konkrete Handeln, Emotionen und körperliches Erleben. Hier setzt Re_Connection an: als strukturierter Rahmen, in dem körperliche Aufmerksamkeit, gemeinsame Reflexion und Bewegung zusammenkommen, um kollektiv offenen Fragen zu begegnen – ohne therapeutische Versprechen und ohne vorbestimmtes Ergebnis. Unser Ansatz lädt Teilnehmende ein zu beobachten, wie persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Realitäten zusammenwirken – und wie die Kraft der Gemeinschaft Perspektiven eröffnen kann, die im Alltag schwer zugänglich sind.

During the darkest days of the AIDS crisis we buried our friends in the morning, we protested in the afternoon, and we danced all night, and it was the dance that kept us in the fight because it was the dance we were fighting for.

– Dan Savage

Grundlagen

Vier Säulen

Re_Connection greift auf Ansätze aus mehreren Feldern zurück und verbindet sie zu einer eigenen Form.

Somatische und bewegungsbasierte Ansätze

Körper und Emotionen bedingen sich wechselseitig. Neurophysiologische Erkenntnisse fließen in den Ansatz ein. Durch Carols Expertise nutzen wir besonders tanz- und bewegungstherapeutische Elemente zur Gruppenstärkung, Sensibilisierung und individuellen Erkundung der jeweiligen Themenschwerpunkte.

Dialogische und reflexive Methoden

Unterschiedlichste Methoden aus der transformativen Bildung helfen uns in der kognitiven Auseinandersetzung mit den Themen. Besonders geprägt sind wir von der Spirale der aktiven Hoffnung nach Joanna Macy: Dankbarkeit, den Schmerz würdigen, die Welt mit neuen Augen sehen, weitergehen und handeln.

Ökologische und relationale Perspektiven

Wissen über strukturelle und individuelle Bedingtheiten unseres Fühlens und Handelns unterscheiden den Ansatz von vielen Achtsamkeitsansätzen. Die Auseinandersetzung mit ökologischen und gesellschaftlichen Fakten aus einer menschenrechtsorientierten Perspektive bildet die Basis für die sozialwissenschaftliche und philosophische Begegnung. Beziehungsweisen sind der Ausgangspunkt der Überlegungen.

Ritual, Musik und zeitliche Strukturierung

Live-Musik als sinnliches Element zur Unterstützung des jeweiligen Prozesses bietet die Grundlage. Basierend auf der kritischen ethnologischen und musikwissenschaftliche Auseinandersetzung mit Ritualpraxen dient sie als zeitliches Gerüst, markiert Übergänge und verschiedene Stufen im Reflexionsprozess der jeweiligen Themen.

Perspektiven

Was uns inspiriert

Unsere Arbeit ist stark geprägt von der Tiefenökologin Joanna Macy und ihrem Ansatz Work that Reconnects. Weitere Antworten finden wir in griechisch-römischer, östlicher und zeitgenössischer Philosophie, Sozialwissenschaft, Ansätzen aus der Tanztherapie, Musikwissenschaften und Ritualtheorie. Folgende Menschen inspirieren uns besonders oft oder nachhaltig:

  • Joanna Macy
  • Byung Chul-Han
  • Ursula K. le Guin
  • Hannah Arendt
  • Donna Harrawy
  • Erich Fromm
  • Bini Adamczak
  • Hartmut Rosa
  • Audre Lorde
  • bell hooks
  • Robin Wall Kimmerer
  • Ram Ashar Mall
  • Peter Sloterdijk
  • Rudolf von Laban
  • Leor Zmigrod
  • Jonathan Lear

… und viele mehr und immer wieder neue Personen. Dabei bemühen wir uns um eine machtkritische Perspektive auf unsere Einflüsse und wissen um unsere Lücken. Danke für eure Gedanken!

Ein Stapel Bücher aus der Arbeitsbibliothek, darunter Titel zu Ritualen, Hoffnung und politischer Bildung
Aus der Arbeitsbibliothek des Teams

Perspektiven

Forschung & Kollaboration

Re_Connection ist eine Praxis, die sehr viele Themenfelder umfasst. Wir freuen uns über den Austausch mit wissenschaftlichen Institutionen und Menschen, die ähnlich arbeiten.

Denkbar sind Begleitforschung, Evaluationsdesigns, Fallstudien oder gemeinsame Anträge – bspw. im Bereich demokratischer Bildung, Tanz- und Musikwissenschaft, Ritual Studies oder Transformationsforschung.

Interessierte Hochschulen und Institute laden wir ein, mit uns über mögliche Formen des Austauschs und der Zusammenarbeit ins Gespräch zu kommen.

Forschungs- oder Förderkooperation

Wenn ihr an einer wissenschaftlichen Begleitung, Evaluation oder gemeinsamen Antragstellung interessiert seid, freuen wir uns sehr über eure Anfrage!

Hintergrund: Arystan Petzold beschäftigt sich in einem eigenen Forschungsprojekt mit der Frage, wie rituelle Räume entstehen und verantwortlich gestaltet werden können – mehr dazu auf arystan.de.