Zuhören & Schmerz
Zuhören als politische Dimension und Schmerzausdruck als Gegenmodell zur Positivität und Leistungsdruck.
„Das Zuhören hat eine politische Dimension. Es ist eine Handlung, eine aktive Teilhabe am Dasein Anderer und auch an deren Leiden. Es verbindet, vermittelt Menschen erst zu einer Gemeinschaft."
– Byung-Chul Han
Thematisch geht es in diesem Workshop darum, die Kraft des Zuhörens und Gehört Werdens zu erleben und ggf. auf die gesellschaftliche und eigene politische Praxis zu übertragen. Dabei entsteht Qualität auch dadurch, dass wir etwas intensiver sprechen und mehrdimensionaler denken als in einem Smalltalk, um nicht dem Zwang der „Positivität“, wie Han sagt, zu erliegen.
„Heute ist jeder irgendwie mit sich, mit seinen Ängsten alleine. So wird es ein Gegenstand der Therapie, die am Ich, an seiner Psyche herumdoktert. Jeder schämt sich, beschuldigt nur sich selbst für seine Schwächen und Unzulänglichkeiten. Es wird keine Verbindung hergestellt zwischen meinem Leiden und deinem Leiden. Übersehen wird dadurch die Gesellschaftlichkeit des Leidens.“ (Han, 2016, S. 98 f.)
Die konkrete Gestaltung wird an Thema, Gruppe und Anlass angepasst.
Bezüge
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Alle Themen können als Workshop für Institutionen, Gruppen, Festivals und Veranstaltungen angefragt werden – Umfang und Rahmen stimmen wir gemeinsam ab.